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Weitere Informationen 'Liebesromanzen aus dem Buch der Könige Teil 1 Juni 2026
Abschluss der Abfassung des Schāhnāme: 1010 n. Chr.
Vielleicht haben Jacob und Wilhelm Grimm, die 1812 die Geschichte „Rapunzel“ in ihren Kinder- und Hausmärchen veröffentlichten, das persische „Buch der Könige“ (Schāhnāme) gekannt oder gelesen. Denn ein ähnliches Motiv — eine Frau lässt ihr langes Haar von einem Turm herab — kommt bereits im Schāhnāme vor, das 1010 n. Chr. vollendet wurde.
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mit Prof. Javad Parsay
Radio Irani ist eine Sendung für die iranische Community in Österreich. Die Beiträge werden auf Persisch/Farsi ausgestrahlt.
Diese Radiosendung wird auf Persisch ausgestrahlt und beschäftigt sich mit persischer Dichtung. Im Mittelpunkt steht dabei das schriftstellerische Schaffen aus Persien. Diese Sendung präsentiert auf Persisch spannende Themen rund um klassische und moderne Werke.
Im Buch der Könige von Ferdowsi finden sich viele bekannte Geschichten aus der iranischen Mythologie. Eine der berühmtesten ist die Liebesgeschichte von Zal und Rudabe.
Im folgenden Beitrag stellen wir diese Geschichte kurz vor.
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Zal und Rudabe
Als Zal geboren wurde, hatte er weißes Haar und weiße Haut. Sam, der Held von Manutschehrs Hof, war von der Geburt eines solchen Kindes überwältigt.
Eines Tages ging Zal auf die Jagd und brach mit einigen tapferen Männern und einer Gruppe Soldaten nach Jagdgründe und Wüsten auf. Immer wieder verweilte er an einer Quelle oder am Fuße eines Berges, bat um Sänger und Musiker, veranstaltete Feste und trank mit seinen Gefährten Wein, bis er die Hauptstadt Kabul erreichte.
Der Emir von Kabul war ein tapferer und weiser Mann namens „Mehrab“, der als Steuereintreiber für Sam Nariman, den Schah von Zabulistan, tätig war. Mehrabs Nachkommen waren mit Zahhak Tazi verwandt, der die Iraner eine Zeit lang überwältigte, viel Ärger verursachte und schließlich in die Hände von Fereydun fiel. Als Mehrab hörte, dass Sam Narimans Sohn in die Hauptstadt Kabul gekommen war, freute er sich. Am Morgen kam er mit einer dekorierten Armee, schnellen Pferden, flinken Dienern und kostbaren Geschenken nach Zal-Zar empfing ihn herzlich und befahl, ein Festmahl vorzubereiten und die Rameshgarans (die Musikanten) spielen zu lassen. Stolz setzte er sich mit Mehrab vor dem Bankett zu Tisch. Mehrab betrachtete Zal. Er sah einen großen, gutaussehenden und tapferen jungen Mann mit rotem Gesicht, schwarzen Augen und weißem Haar, der die Ehrfurcht und die Stärke eines Löwen ausstrahlte. Er starrte ihn an, lobte ihn und sagte sich: „Wer einen solchen Sohn hat, dem gehört die ganze Welt.“ Als Mehrab vom Bankett aufstand, sah Zal ihn, groß und stark wie ein männlicher Löwe. Er sagte zu seinen Gefährten: „Ich glaube nicht, dass es im ganzen Land einen Mann gibt, der schöner, stattlicher und tapferer ist als Mehrab.“ Während des Festmahls erwähnte einer der tapferen Männer Mehrabs Tochter und sagte:
Hinter dem Schutzvorhang hat er also ein Mädchen, Deren Gesicht heller ist als die Sonne.
Ihre beiden Augen sind wie zwei Narzissen. Ihre Wimpern sind dunkel wie Rabenfedern.
Der Mond hat ihr Gesicht bedeckt, und ihre Haare duften nach Moschus.
Sie ist wie ein Paradies von Kopf bis Fuß geschmückt, voll geschminkt, mit Edelsteinen und Verlangen.
Als Zal das Lob von Mehrabs Tochter hörte, durchdrang ihn seine Liebe zu ihr, und er fand keine Ruhe und Frieden. Er war die ganze Nacht in Gedanken versunken und konnte nicht schlafen. Als Mehrab eines Tages zu Zals Zelt kam, empfing ihn dieser herzlich, streichelte ihn und sagte: „Wenn du einen Wunsch hast, dann wünsche ihn mir!“ Mehrab sagte: „O berühmter Held, ich habe nur einen Wunsch: dass du als großzügiger Held einmal unser Haus betrittst und eines Tages unser Gast bist und uns stolz machst.“
Er rief Sindokht zu sich, streichelte sie und sagte: „Deine Meinung war gut, und die Angelegenheiten verliefen reibungslos. Wir haben eine Verbindung zu einer großen und berühmten Familie geknüpft und Ehre gefunden. Nun öffnet den Schatz, bringt die Juwelen herbei, bringt den Ort herbei und bereitet einen Thron vor, der der Königen würdig ist, und bittet um Sänger und Musiker, damit wir bereit sind, den König von Zabulistan zu empfangen.“
Rudabe, die Tochter von Mehrab und Sindokht, ist die Frau von Zal und die Mutter von Rostam, dem großen iranischen Helden. Rudabe ist eine von keuschen und berühmten Frauen im Schahname. Diese Frau ist ein Symbol der Liebe zu ihrem Mann und ihren Kindern. Ferdowsi singt:
Rudabe ist die erste Frau in der iranischen Geschichte, die ihr Kind durch die „Rostamzad=Ristamschnitt“-Methode zur Welt brachte. Die Römer schrieben diese Geburtsmethode Jahrhunderte später der Mutter des römischen Kaisers Caesar zu und nannten sie „Kaiserschnitt“ Rudabe, die mit Rostam schwanger ist, kann ihr Kind nicht auf natürlichem Wege gebären. Kommt ein Parister und gab Rudabe ein Glass starke Wein.
Als sie noch scheirigkeiten hatte und im Sterben liegt, kommt Simorgh zu Zal und lehrt sie, wie sie ihren Gattin und ihr Kind retten kann, indem sie ihre Seite aufschneidet. Dieses Ereignis markiert den Beginn der Mutus-Geschichte im Schahnameh.
Der Simorgh, der fortan in Szenen des Schahnameh aktiv präsent ist, ist der Vogel der iranischen Geschichte. In persischer Literatur, Geschichten und Legenden haben Schriftsteller und Dichter die Rolle des Simorgh beschrieben und gepriesen. Nach Rostams Geburt heilte Zal die Wunde, indem er eine Simorgh-Feder darauf legte. Laut Ferdowsi im Schahnameh lebte Rudabe noch lange.
Die Geschichte beginnt so: …
Teil 2 dieser faszinierenden Geschichte wird im Juli erneut in unserer Sendung „Radio Irani – Die ursprüngliche iranische Kultur“ ausgestrahlt. Freuen Sie sich auf weitere spannende Einblicke in die Liebesgeschichte von Zal und Rudabe.
Liebesromanzen aus dem Buch der Könige Teil 1 Juni 2026





