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Sadeh Fest ist 5000 Jahre alt – Jänner 2023

Sadeh Fest ist 5000 Jahre alt – Jänner 2023 Djashn-e Sadeh, auch Sadeh-, Sada- oder , ist ein altiranisches Fest, das 50 Tage vor Nouruz, dem persischen Neujahrsfest, gefeiert wird. Sad bedeutet “hundert” und steht für die 50 Tage und 50 Nächte, die bis zum Neujahrsfest noch vergehen werden, und in einem weiteren Bezug für […]
Sadeh Fest ist 5000 Jahre alt – Jänner 2023

Radiosendung

Prof. Javad Parsay

Herr Prof. Javad Parsay ist Museumspädagoge in Wien und Mitglied in diversen internationalen Gremien und hat zahlreiche Studien über die iranische Kulturgeschichte veröffentlicht. Email: javadparsay@yahoo.de

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Sadeh Fest ist 5000 Jahre alt – Jänner 2023

Djashn-e Sadeh, auch Sadeh-, Sada- oder , ist ein altiranisches Fest, das 50 Tage vor Nouruz, dem persischen Neujahrsfest, gefeiert wird. Sad bedeutet “hundert” und steht für die 50 Tage und 50 Nächte, die bis zum Neujahrsfest noch vergehen werden, und in einem weiteren Bezug für die hundert Tage, welche bereits seit Beginn des iranischen “großen Winters” Zayana vergangen sind.

Sadeh geht auf Huschang, den zweiten mythischen König der Pischdadier zurück. Huschang herrschte vierzig Jahre als Padischah. Er setzte den von Gayomarth begonnenen Aufbau der menschlichen Zivilisation fort.

Huschang entdeckte durch Zufall durch einen Steinwurf nach einer Schlange, wobei der Stein auf einen Felsen traf und einen Funken schlug, das Geheimnis, wie mit Hilfe von Steinen Feuer gemacht werden kann.

Als Folge dieses Wissens wurde es ihm möglich, mit Hilfe des Feuers aus Erz Eisen zu erzeugen, woraus dann Äxte, Sägen und Beile hergestellt werden konnten. Um den unmittelbaren Wert des Feuers für den Menschen im Gedenken zu halten und im Feuer auch den Widerschein Gottes zu ehren, stiftete Huschang ein Fest, das er das Sadeh-Fest nannte.

Für die altpersische Religion des Zoroastrismus steht das Feuer als Symbol der Reinheit, der Erkenntnis und des Lichts im Mittelpunkt eines Kultus. In einem zoroastrischen Tempel brennt daher ein Feuer, das niemals ausgehen darf.

Das Sade-Fest in Schahname

Der iranische Nationaldichter Ferdowsi hat die Einsetzung dieses Festes durch Huschang als Fest des Feuers und des Lichts in dem iranischen Nationalepos Schahname beschrieben: Der Schah und das Volk umkreisten und feierten ein Fest die Nacht durch, es wurde getrunken und getanzt: Sade blieb zu Hoscheng’s Angedenken; Gott möge viele Fürsten gleich ihm uns schenken.

Sade im heutigen Iran

Auch heute noch wird das Sade-Fest im Iran gefeiert. Große Feste finden insbesondere in Teheran und Yazd statt, in denen noch eine zoroastrische Gemeinde lebt. In den, in der Nähe von Yazd gelegenen, Bergen befindet sich eine Höhle, die den Namen Chak Chak trägt. In dieser Höhle findet jedes Jahr zum Sade-Fest eine Zeremonie statt.

Und das Beste aus Pop, Rock und Klassik

Der Autor:
Herr Prof. Javad Parsay ist Museumspädagoge in Wien und Mitglied in diversen internationalen Gremien und hat zahlreiche Studien über die iranische Kulturgeschichte veröffentlicht.

Email: javadparsay@yahoo.de

Redakteure: Farzaneh Emadi & Mehdi Salimi

Musik: Shervin Hajipour, Satin & Tarane

Sadeh Fest ist 5000 Jahre alt – Jänner 2023

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