Ausschnitt aus Prinz Reza Pahlavis an Deutschland gerichteter Rede — Veranstaltung Wien, 26.04.2026

Bei der Veranstaltung am 26.04.2026 in Wien wurde ein Ausschnitt aus der in Berlin an Deutschland gerichteten Rede von Prinz Reza Pahlavi ausgestrahlt, den Sie unten nachlesen können.

Auf meiner Reise durch Europa, bei Gesprächen mit Mitgliedern von Parlamenten, Regierungen und der Presse, hatte mein Besuch ein klares Ziel: den Millionen von Iranerinnen und Iranern eine Stimme zu geben, die von der Islamischen Republik, ihrem Terror und ihrer Internetabschaltung als Geiseln gehalten werden – den Millionen, die zum Schweigen gebracht wurden.

Doch ich kann nun mit Gewissheit sagen, dass dieses Schweigen, diese Zensur, nicht nur durch das Regime im Iran geschieht, sondern auch durch die internationalen und insbesondere die europäischen Medien. Deshalb möchte ich mich direkt an die Menschen in Europa wenden.

In den vergangenen zwei Wochen hatte ich zwei Pressekonferenzen, eine in Stockholm und eine gestern in Berlin. Insgesamt nahmen mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten daran teil. Wir verbrachten über zwei Stunden miteinander. Und in diesen zwei Stunden stellte nicht eine einzige der 150 Personen eine Frage zu den 40.000 Iranerinnen und Iranern, die am achten und neunten Januar auf den Straßen meines Landes abgeschlachtet wurden.

Ich reise durch Europa und spreche mit Mitgliedern von Parlamenten, Regierungen und der Presse. Mein Besuch hatte ein Ziel: den Millionen Iranerinnen und Iranern eine Stimme zu geben, die von der Islamischen Republik, ihrem Terror und ihrer Internetsperre als Geiseln gehalten werden – den Millionen, die zum Schweigen gebracht wurden. Doch ich kann nun mit Zuversicht sagen, dass dieses Schweigen, diese Zensur, nicht nur durch das Regime im Iran geschieht, sondern auch durch die internationalen, insbesondere die europäischen Medien. Deshalb möchte ich mich direkt an die Menschen in Europa wenden.

In den vergangenen zwei Wochen habe ich zwei Pressekonferenzen abgehalten, eine in Stockholm und eine gestern in Berlin. Zusammen nahmen mehr als hundertfünfzig Journalistinnen und Journalisten teil. Wir haben über zwei Stunden miteinander verbracht. Und in diesen zwei Stunden hat mich nicht eine oder einer der Hundertfünfzig nach den vierzigtausend Iranerinnen und Iranern gefragt, die am achten und neunten Januar auf den Straßen meines Landes massakriert wurden. Keine einzige oder keiner der Hundertfünfzig hat mich nach den neunzehn politischen Gefangenen gefragt, die in den letzten zwei Wochen hingerichtet wurden. Als ich sagte, dass derzeit zwanzig politische Gefangene zum Tode verurteilt sind, hat mich nicht eine oder einer der Hundertfünfzig nach ihnen gefragt. Als ich neben einer Mutter stand, deren Sohn getötet wurde, und einem Vater, dessen Sohn am achten und neunten Januar getötet wurde, und bat, ihre Geschichten zu hören, stellte keine oder keiner der hundertfünfzig europäischen Journalistinnen und Journalisten ihnen eine Frage.

Hier, im Herzen eines Kontinents, der für Menschenrechte, Gerechtigkeit und Würde einzustehen vorgibt, haben seine Journalistinnen und Journalisten ihre berufliche Verantwortung und sogar ihre moralische Objektivität vollständig aufgegeben. Mir ist klar, dass meine vierzigtausend mutigen, unschuldigen Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die im Kampf für die Freiheit getötet wurden, für diese Journalistinnen und Journalisten von tödlich geringem Interesse sind. Sie scheinen eher daran interessiert zu sein, Amerika zu kritisieren und zu fragen, warum die Vereinigten Staaten und Israel den Diktator getötet haben, der unser Volk seit siebenundvierzig Jahren abschlachtet, als das Regime zu kritisieren, das das Abschlachten betreibt. Sie scheinen eher Fragen zur Vergangenheit und Geschichte Irans zu stellen, als zu dem, was heute im Iran geschieht oder zu der demokratischen Zukunft, nach der die Iranerinnen und Iraner streben. Ein Mitglied des Parlaments sagte mir sogar, es glaube nicht, dass Iranerinnen und Iraner bereit für die Demokratie seien. Doch diesem Parlamentsmitglied, diesen Journalistinnen und Journalisten sage ich: Iranerinnen und Iraner sind nicht nur bereit für die Demokratie. Vierzigtausend Menschen haben gerade ihr Leben dafür gegeben, und ich werde nicht zulassen, dass das vergebens war.

Also wisst: Ganz gleich, ob Europa an unserer Seite steht oder nicht, ob eure Journalistinnen und Journalisten ihren Job machen oder nicht, ob eure Politikerinnen und Politiker den Mut zum Handeln zeigen oder nicht – ich werde für mein Volk und mein Land kämpfen. Selbst wenn wir es allein tun müssen, werden wir kämpfen, bis Iran frei ist.

Bericht über die Versammlung iranischer Patrioten in Österreich am 26. April 2026

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