ZDF-Report: Zwischen Wahrheit, Propaganda und Interpretation
Vor Kurzem hat das ZDF, der öffentlich-rechtliche deutsche Sender, im Zusammenhang mit KI und sozialen Medien über Aktivitäten von Anhängern von Prinz Reza Pahlavi innerhalb und außerhalb des Iran berichtet. Dabei ging es vor allem um koordinierte Online-Kommentare, die in großer Zahl auf Nachrichtenseiten erschienen und die öffentliche Wahrnehmung beeinflussen konnten.
Der ZDF-Beitrag zum Iran-Komplex hat bei vielen Anhängern von Prinz Reza Pahlavi in der iranischen Diaspora Enttäuschung ausgelöst. Sie kritisieren, dass ihre Perspektive darin zu kurz komme und vor allem gegnerische Darstellungen zu viel Raum erhielten. Aus ihrer Sicht wird die Rolle von Prinz Reza Pahlavi als wichtige Stimme der Opposition nicht ausreichend berücksichtigt.
Folgende Artikel wurde von Iranian Patriot Doctors veröffentlicht und nimmt Stellung zu den Aussagen des ZDF über die iranische Diaspora, in denen behauptet wurde, dass es sich um KI-generierte Inhalte beziehungsweise um künstlich erstellte Accounts handele.
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Dr. Somayeh Farhadi-Müller: Das ist keine statistische Neutralität. Das ist eine journalistische Entscheidung
WENN ZAHLEN IHR GEWISSEN VERLIEREN
Gleicher Verdacht für ungleiche Wahrheiten?

Warum wir heute vor dem ZDF stehen
Der neue ZDF-Bericht über den Iran wirft grundlegende journalistische und ethische Fragen auf. Er beginnt mit einer Überschrift, die Menschen zusammenfasst, gegensätzlicher kaum sein könnte: Bürgerinnen und Bürger, die trotz Zensur, Internetsperren und Gewalt die Stimmen der Opfer hörbar machen wollen, und Netzwerke, die genau dieses Regime unterstützen.
Nur wenige Absätze später schreibt der Bericht selbst, dass die Online-Bewegung der Anhänger Reza Pahlavis größtenteils aus realen Menschen besteht und es keine gesicherten Beweise dafür gibt, wer hinter den verdächtigen Aktivitäten steckt.
Gleichzeitig beschreibt der Bericht auf der anderen Seite Hunderte nahezu identischer Botschaften regimetreuer Netzwerke, gleichförmig benannte Accounts und Aufrufe zu Repression und Gewalt.
Auch der Untersuchungszeitraum ist problematisch: Große Teile der iranischen Bevölkerung lebten während der ausgewerteten Monate unter massiven Internetsperren. Wer diesen Zeitraum auswertet, misst nicht nur die iranische Online-Öffentlichkeit, sondern auch die Wirkung staatlicher Zensur.
Das ist keine statistische Neutralität. Das ist eine journalistische Entscheidung.
An die Geschichte:
Die Wahrheit ist, dass über Jahrzehnte Millionen Menschen im Iran und weit über seine Grenzen hinaus Opfer der Gewalt, der Repression und der terroristischen Politik der Islamischen Republik geworden sind.
Erinnern Sie sich an die Proteste im Januar 2026. Erinnern Sie sich an die Hunderttausenden Iraner in Toronto, München und vielen anderen Städten der Welt, die für die Stimme der Menschen im Iran auf die Straße gingen.
Diese Menschen sind keine Bots. Sie sind real. Unwirklich ist eher die Interpretation, die ihren Schmerz verkleinert, staatliche Propaganda relativiert und den moralischen Unterschied zwischen Tätern und Opfern verwischt.
Wer so urteilt, schreibt nicht nur über Geschichte. Er entscheidet mit darüber, wie Geschichte erinnert wird.
Den vollständigen Artikel finden Sie über den QR-Code oder Link:

Dr. Somayeh Farhadi-Müller
Fachärztin für Neurologie
ZDF-Report: Zwischen Wahrheit, Propaganda und Interpretation




